Vereinsausflug 2019

DAV erkundet in der Nagolder Partnerstadt Jesenice die Julischen Alpen und Karawanken

Der diesjährige Vereinsausflug der Sektion Nagold des Deutschen Alpenvereins führte am 01.September im Rahmen des 25-jährigen Partnerstadt-Jubiläums 6 Tage nach Jesenice in Slowenien. 40 Teilnehmer starteten mit dem Bus von Nagold aus um 7.30 Uhr die über 600 km lange Reise. Um ca.17.00 Uhr wurde das Hotel Kazina in der “Stahlstadt“ Jesenice endlich erreicht. In Zusammenarbeit mit einem örtlichen Bergführerbüro hat Tourenleiter Stefan Katz ein abwechslungsreiches Programm für die nächsten Tage ausgearbeitet. Bei einem tollen Angebot an Klettersteigen, Wanderungen, Radtouren, Felsklettern und Bergsteigen war für jede/jeden was dabei, alle sollten auf Ihre Kosten kommen. Das Wetter hatte auch überwiegend mitgespielt, von dem einen oder anderen Gewitterschauer einmal abgesehen. Bei einer Bergwanderung auf das Dreiländereck in 1509 m Höhe konnte man die Blicke nach Italien, Österreich und Slowenien schweifen lassen. Einige frönten der Sportkletterei in anspruchsvollem Fels und wer das Fahrrad dabei hatte konnte schöne Touren  nach Bled, nach Kranjska Gora, sowie ins Tal der Ski-Sprungschanzen nach Planica unternehmen. In einer 2-Tagestour wurde mit einer 12-köpfigen Gruppe der höchste Berg Sloweniens, der Triglav mit 2864m überschritten. Auf dem Gipfel überraschte ein Akkordeon spielender Einheimischer mit musikalischer Unterhaltung. Der Bürgermeister, sowie ein  Vertreter des örtlichen Slowenische Alpenvereins besuchten die Nagolder Abends im Hotel. Sie hoffen darauf, dass sich die Bergfreunde aus beiden Ländern in Zukunft für gemeinsame Unternehmungen noch näher kommen. Für den Mai im nächsten Jahr steht bereits eine Einladung zu einer Wanderung während der Narzissenblüte auf der Gorice Hütte. Am Samstag um 8.00 Uhr stand leider schon wieder die Rückfahrt nach Nagold an. Nach 10 ½ Stunden Busfahrt incl. Pausen kamen alle Teilnehmer wieder mit vielen neuen Eindrücken aus den Julischen Alpen zurück.

Nachfolgend einige Touren-Berichte:

Mojstrana-Klettersteig

Gleich am Montag hat Stefan Katz einen talnahen Klettersteig angeboten. Mit zwei Kleinbussen wurden die Teilnehmer 12 km nach Mojstrana gefahren zum Parkplatz direkt am Alpin-Museum. Von hier waren es nur noch 300 m Fußweg bis zum Einstieg. Der Mojstrana-Klettersteig bietet zwei Klettertouren, eine leichte mit A/B und eine mit C/D. Da die beiden sich ab und zu kreuzen besteht die Möglichkeit die Touren auch zu wechseln. Nach ca. 2/3 des Steiges zog ein Gewitter durch das Tal genau auf uns zu! Jetzt war Tempo angesagt um aus den Stahlseilen herauszukommen, da die Blitze und Donner schon gefährlich nahe waren. Alle sind aber noch rechtzeitig oben angekommen und haben sich freudig abgeklatscht. Beim rückseitigen Abstieg über den Wanderweg hat es begonnen leicht zu tröpfeln. Gegenüber vom Parkplatz war eine Cafe-Bar, wo man sich zuerst einen ungewöhnlich preiswerten Cappuchino gönnte, bevor es zum Pericnik-Wasserfall ging. Mit den Kleinbussen sind wir die 4 km bis zum Parkplatz an der Hütte “Koca pri Pericniku“ gefahren. Nun hat aber in diesem Moment der Himmel seine Schleusen geöffnet und zu allem Unmut hatte die Hütte auch noch unerwartet geschlossen. Unter dem Vordach wartete die Gruppe auf Besserung. Nach ca. 20 min wurde es merklich weniger und man beschloss nun zum Wasserfall hoch zu wandern. Oben angekommen konnte man ein traumhaftes Naturschauspiel bewundern. Es bestand sogar die Möglichkeit hinter dem Wasserfall durchzulaufen! Leider hat es wieder angefangen stärker zu regnen und alle gingen schnellen Schrittes wieder runter zu den Kleinbussen. Im Alpin-Museum in Mojstrana wartete zuerst ein 20 minütiger Film über die Geschichte des Bergsports und der Natur Sloweniens. Danach konnten gemütlich alle Facetten des einheimischen Bergports erkundet und auch bewundert werden. Ein erster spannender Tag neigte sich dem Ende und machte Lust auf mehr.

Dreiländereck (Österreich) / Pec (Slowenien) / Monte Forno (Italien)

Am Dienstag konnte Stefan Katz wieder viele Wanderer für eine kleine Bergtour aufs Dreiländereck begeistern. Mit zwei Kleinbussen wurden wir 30 km bis Ratece gefahren. Ab hier ging es heute bei bestem Wetter zuerst etwas durch die Ortschaft, bis man in den ersten Teil über gemütliche Wanderwege einstieg. Nach etwa 2/3 der Strecke ging es noch über 28 Kehren den Waldsteig 300 Höhenmeter hoch bis zur Lichtung auf dem Gipfel mit 1509 m Höhe. Zwischendurch immer mit tollen Ausblicken auf die Julischen Alpen und das Planica-Tal. Bei einer kleinen Rast konnte der Blick auf alle drei angrenzenden Länder gerichtet werden. Die Dreiländereck-Hütte in Sichtweite wurde als nächstes Ziel anvisiert. Nach einem kleinen Ab- und Aufstieg ließen es sich alle vor der Hütte kulinarisch gut gehen, bevor es wieder gemütlich ins Tal ging. Im Ortskern beim Parkplatz wurde noch vor dem kleinen Wirtshaus ein verdientes Bierchen getrunken, bevor es mit den Bussen wieder Richtung Jesenice ging. Dies war heute eine sehr gute Eingewöhnungstour für die morgige Triglav-Besteigung.

Triglav-Tour

Im Rahmen des Vereinsausfluges zur Partnerstadt nach Jesenice in Slowenien ließ es sich eine 12-köpfige Gruppe nicht nehmen den König der Julischen Alpen in einer 2-Tages-Bergtour zu besteigen. Der Triglav ist ein nationales Symbol in Slowenien und deshalb auch auf der Nationalflagge zu finden! Die Nordwand mit einer Breite von 3 km und 1500 m Höhe bis zum Gipfel ist eine der höchsten Wände der Ostalpen. Aufgrund der zu bewältigenden Höhenmeter und der langen Strecke im Abstieg ein doch nicht zu unterschätzendes Unterfangen. Tourenguide Sven Rahlfs und Co-Guide Klaus Kübler hatten ein straffes Programm für die Teilnehmer ausgearbeitet. An Tag 1 fuhr man um 8:00 Uhr mit zwei Kleinbussen 21 km bis ans Ende des Vrata-Tals zum Parkplatz auf  994 m Höhe. Ab hier begann das Projekt Triglav-Überschreitung! Zuerst ging es 2,5 km noch durch einen kleinen Laubwald an einem idylischen Bach entlang, bis die Truppe mit großen Augen vor dem sich riesig auftürmenden Triglav-Massiv stand. Es stellte sich die Frage: Wo gibt es hier einen Weg hoch? Vor der fast uneinnehmbar erscheinenden überdimensionalen “Festung“ wurde die Klettersteigausrüstung samt Helm angelegt. Hier begann der “Prag-Weg“, was aber nichts mit der Stadt Prag zu tun hat. Dies bezeichnet in der Landessprache eine “Schwelle“ was hier im Klettersteig die Schlüsselstelle, eine ca. 20 m hohe fast senkrechte Klettersteigpassage beschreibt. Das Tagesziel Triglav-Haus auf 2515 m ist vom Tal incl. Pausen ca. 7 Std. entfernt! Da heißt es die Kräfte gut einteilen, denn der Steig wechselt regelmäßig zwischen Freikletterstellen, Gehstrecken und Seilversicherten Felspassagen. Nach den ersten ca. 500 Höhenmetern wurde an einem  schönen Plätzchen eine kurze Brotzeit gegönnt. Je höher man in den Talkessel aufgestiegen ist, um so spektakulärer wurden die traumhaften Ausblicke! Als die Bergsteiger oben das Plateau auf ca. 2200 m erreichten, wurde die Gruppe von beeindruckenden Steinböcken samt Kitzen empfangen! Kurz darauf wurde eine längere Rast gewährt und die  Reserven wieder aufgetankt. Durch eine felsige “Mondlandschaft“ mit weiteren Kraxeleien kam um 16:00 Uhr das Triglav-Haus endlich in Sichtweite. Auf der Terrasse ließen sich alle das wohl verdiente kühle Getränk schmecken. Sven Rahlfs hat für die 12 Teilnehmer drei 4-Bett-Zimmerchen organisieren können, worüber alle doch sehr froh waren. Im Matratzenlager schläft doch keiner so gerne wenn nicht unbedingt notwendig! In der spartanischen Hütte haben alle noch etwas warmes zu Abend gegessen und sind danach todmüde in die Kojen gefallen. Um 6:00 Uhr war das Aufstehen angesagt bei einem wunderschönen Sonnenaufgang über den Bergen. Ab 7:00 Uhr hat die Gruppe nach einem schmalen Frühstück den Gipfelanstieg in Angriff genommen. Die Klettersteigausrüstung wurde gleich zu Beginn angelegt. Vom Triglav-Haus musste zuerst in eine kleine Senke abgestiegen werden, bevor es an die riesige spektakulär erscheinende Felswand ging. Nach 2 Std. über den Ostgrat erreichten die Bergsteiger den Gipfel in 2864 m bei stahlblauem Himmel! Berg Heil! Ein Rundum-Weitblick der seines Gleichen sucht tat sich den 12 Bergsteigern auf, welcher die Strapazen im Nu vergessen ließ! Ein einheimischer Akkordeon-Spieler überraschte alle mit schneidigen Klängen und Gesang! Die Gipfelrast durfte aber nicht zu lange ausgedehnt werden, da die Überschreitung und Abstieg über das 7-Seental noch zu meistern war. Die ersten 300 Höhenmeter mussten in felsigem und abschüssigen Gelände abgestiegen werden, bevor gehfähiges Gelände erreicht wurde. Ein 19 km langer Fußmarsch über immer wechselnde Verhältnisse bei 2400 Höhenmeter im Abstieg verlangten noch einmal wirklich alles ab! Es wurde die nächste Hütte sehnsüchtig erreicht wo man wieder etwas Kalorien nachlegen konnte. Jetzt war aber nochmals ein Gegenanstieg mit über 200 Höhenmetern in einem schottrigen Hang auf einen Sattel zu bewerkstelligen. Hier mussten nochmals die letzten Körnchen aktiviert werden. Immer weiter über eine fantastische Szenerie aus kahlem Felsgelände erreichten die Gruppe den eigentlichen Abstieg ins 7-Seeen-Tal. Von oben konnte man schon die ersten Seen erblicken, wo man auch eine kleine Rast am See einschob. Nun wartete ein sehr langer Fußmarsch durch das tolle Tal auf die Mannschaft. Es wurde kaum an Höhe verloren, fast eben erschien die 6 km lange Strecke auf die Wanderer. Die Vegetation änderte sich aber trotzdem von vereinzelten Latschen zu einem wild erscheinenden Wald. An der letzten Hütte vor dem großen Abstieg wurden wieder die Reserven nachgefüllt. Als der Wald durchschritten war, stand man vor einem Klettersteig über dem tiefen Talgrund, welcher ca. 800 Höhenmeter steil nach unten führte! Die fortgeschrittene Zeit zwang nochmals alle zur vollen Konzentration. Zur Sicherheit wurden wieder die Klettersteigausrüstungen angelegt, da man nicht sicher wusste, was noch kommt. Wie zu erwarten kamen die Bergsteiger in die beginnende Dunkelheit und mussten die Stirnlampen auf den Steinschlaghelmen anbringen, was den Adrenalinspiegel noch etwas mehr ansteigen ließ. Nach 2 Std. bei nun völliger Dunkelheit war auch diese Hürde überwunden. Um 21:15 Uhr kamen alle erschöpft aber glücklich auf dem Parkplatz im Tal an. Alle haben sich erleichtert abgeklatscht. Hier wurde man mit den Kleinbussen wieder 50 km nach Jesenice ins Hotel Kazina zurück gefahren. Beim Abendessen lies man nochmals das Erlebte Revue passieren. Diese spektakuläre, aber auch anstrengende Tour wird  allen noch lange in Erinnerung bleiben.

Golica / Kahlkogel, 1.835m, Zielregion Karawanken

Aufgrund schlechter Wetterprognosen (ab 14.00 Uhr Gewitter)haben wir mit Aljosa, unserem Guide, von der Firma Projekt Natura vereinbart, dass wir bereits um 8.00 Uhr zu unserer Wanderung aufbrechen möchten.

Pünktlich um 8.00 Uhr warteten die Fahrer der zwei Kleinbusse auf uns, somit konnte die Fahrt nach Planina pod Golico losgehen. Die Wanderung starteten wir in dem kleinen Weiler Betel in fast 1.000 Metern Höhe. Unser Weg führte uns auf der alten Minen Route den Berg hinauf, vorbei an ein paar alten Bergstollen.

Die ersten Regentropfen bekamen wir schon kurz nach 10.00 Uhr zu spüren. An einer Gabelung entschieden wir uns deshalb, den um eine halbe Stunde kürzeren, jedoch steileren Weg zur Golici Hütte zu nehmen. Während dem Aufstieg wurde der Regen immer heftiger, Gewitterwolken kamen immer näher. Kurz bevor wir die Waldzone verließen, war die Gewitterfront direkt über uns und die Blitz und Donnerschläge in bedrohlicher Nähe. Deshalb traten wir vorsichtshalber den Rückmarsch an, obwohl die Hütte keine dreihundert Höhenmeter mehr entfernt war.

Während dem Abstieg verzog sich das Gewitter, der Regen hielt jedoch an. Die Fahrer wurden informiert, dass Sie uns früher wieder abholen sollten.

Wegstrecke: 9,5 Kilometer

Höhenmeter: 600

Teilnehmer: 12

Dauer: 3,50 Stunden

Zwischenzeitlich wurden wir von unseren Bergfreunden in Jesenice für nächstes Jahr Mitte Mai eingeladen. Zusammen mit Ihnen werden wir zur Golici-Hütte wandern und auf den Berghängen rund um die Hütte die tausende von blühenden wilden Narzissen bewundern können.

Der Alpenverein Jesenice mit seinen 400 Mitgliedern ist stolzer Besitzer von 5 Berghütten und eine davon ist die Golici-Hütte.

Vintgar Klamm – Bled

Der Fluss Radovna hat sich zwischen den Bergen Hom und Borst die Vintgar-Klamm eingegraben. Schon im Jahre 1893 wurde die Klamm für Besichtigungen zugänglich. Der Ausbau war sehr anspruchsvoll und gefährlich. Über viele Brücken und Galerien führt der Weg durch die 1600 m lange Schlucht und endet mit einem 16 m hohen Wasserfall. Jeder hat in seinem eigenen Tempo die Schlucht durchwandert und am Ende haben wir uns dann getroffen und sind zusammen über den Bergrücken in Richtung Bled weitergewandert. Unserer Wanderführer hat uns einiges interessantes über Bled, die Klosterinsel und die Burg erläutert. In Bled haben noch einige den Aussichtsberg Mala Osojnica mit 685 m erstiegen, von wo man einen tollen Rundumblick über den See genießen konnte.

Zum Abschluss gab es einen Kaffeestopp und dazu die Bleder Cremeschnitte.

Teilnehmer: 15

Pokljuka Hochplateau – Lipanca (1630m)

Mit zwei Kleinbussen fuhren wir zur Hochebene Pokljuka in den Julischen Alpen. Das Plateau ist ungefähr 20 km lang und 20 km breit. Auf den Almen stehen traditionelle, mit Schindeln verkleidete Holzhütten, umgeben von Weidetieren. Einige der Hütten produzieren noch frischen Käse, Butter und Sauermilch, die man vor Ort kosten kann.

Unsere Wanderung führte uns durch Fichtenwälder und über breite Bergwiesen zur Hütte Lipanska Koca in 1630m Höhe. Nach einer kurzen Einkehr wanderten wir weiter bergauf bis in eine Höhe von 1900 Metern zur Pokljuka. Von hier hatten wir einen tollen Blick auf die Karawanken, auf die Hochebene und den Triglav, den höchsten Berg Sloweniens mit seinen 2864 Metern. An diesem Morgen haben unsere 12 Bergsteiger die Triglav-Überschreitung durchgeführt.

Der Abstieg führte uns auf tollen Wanderpfaden durch Fichtenwälder mit einem reichen Pilzvorkommen. Die Wanderung hat am Biathlonzentrum auf 1347 Meter geendet.

Wegstrecke: 12 Kilometer

Höhenmeter: 700

Teilnehmer: 15

Dauer: 6 Stunden

Radtouren

Montag, den 02.09.19

Radtour bei anfangs strahlendem Sonnenschein, von Jesenice nach Bled. Dort Seeumrundung mit Kaffeestop am Ufer des Sees.
Weiter entlang der Radovna, Flussaufwärts durch den Triglav-Nationalpark, nach Mojstrana.
Auf der Adriabike-Route entlang der Save führte dann der Weg zurück nach Jesenice.
Die letzten 1 1/2 Stunden, der 4,5 Stündigen Radtour, regnete es in Strömen.

Streckenlänge: ca. 55 Km
Teilnehmer: 5

Mittwoch, den 04.09.19

Die heutigen Radtour führte bei wolkenlosem Himmel, von Jesenice über Kranska Gora auf einem ehemaligen Bahndamm (Adriabike-Route) nach Tarvisio in Italien.
Nach der Mittagspause in einer Pizzeria ging es wieder auf derselben Strecke zurück in Richtung Jesenice.
Auf der Rückfahrt besichtigten wir noch die Skiflugschanze in Planica und legten in Kranska Gora eine Kaffepause ein.

Streckenlänge: ca. 100 km
Teilnehmer: 10

Donnerstag, den 05.09.19

Startpunkt der Radtour war diesmal Pokljiuka am Biathlonzentrum.
Dorthin gelangten wir mit unserem Tourguide Aljosa per Kleinbus.
Nach kurzer Besichtigung der Schießbahn führte uns der Weg entlang von Hochmooren und Almen mit Blick auf den Triglav abwärts zum See Bohinjsko jezero.
Nach der obligatorischen Mittagsrast fuhren wir entlang der Sava Bohinjka zu unserem Zielpunkt Bohinjska Bistrica.
Mit der Bahn ginge es dann über Bled zurück nach Jesenice.

Streckenlänge: ca. 50 km
Teilnehmer: 6

Freitag, den 06.09.19

Radtour mit Guide Aljosa ins Oberkrain.
Von Jesenice ging es entlang der Save nach Bled und von dort über Radovljica nach Begunie.
Da das Wetter immer schlechter wurde, verzichteten wir auf einen Besuch im Museum von Slavka Avsenik (Original Oberkrainer) und traten stattdessen den Rückweg an.
Mit den ersten Regentropfen erreichten wir Jesenice.

Streckenlänge: 52 km
Teilnehmer: 8

Radeln auf einer stillgelegten Bahntrasse

Inzwischen ist der Abschnitt von Travisio über Kranjska Gora nach Jesenice stillgelegt und als Radweg ausgebaut.

Deshalb machten sich einige Radler bei der Tourenwoche in Slowenien auf diesen wunderbaren Weg. Gestartet wurde früh morgens vom Hotel Kazina in Jesenice in Richtung des italienischen Travisio. Ziel war es gegen Mittag in Italien zu sein um Pizza oder wahlweise Pasta genießen zu können. Zurück ging es auf demselben Weg.

Zunächst ging es in welligem Gelände in Richtung Kranjska Gora, was uns ein Begriff vom Wintersport ist - dazu aber später aber mehr….

Der bekannte Wintersportort ist herrlich herausgeputzt und nicht auf Wintertouristen eingestellt, sondern auch auf Sommertouristen. Schon vormittags sind die Cafés und die Fußgängerzone gut gefüllt und es herrscht reges Gewusel. Wir radeln weiter in Richtung italienischer Grenze, an welcher wir auch die bekannte Alpe-Adria-Radroute kreuzen. Je näher wir der italienischen Grenze kommen, merken wir, wie sich auch die Landschaft und die Häuser ändern. Vom typisch slowenischen Baustil der Häuser werden zunehmen Terracottafarbene Gebäude, die uns allen irgendwie bekannt vorkommen. Die letzten Kilometer nach Travisio ging es Bergab und man konnte es ausrollen lassen. Tatsächlich waren wir pünktlich zur Mittagszeit an unserem Zwischenziel und genossen die leckere Pizza und natürlich einen Espresso.

Frisch gestärkt ging es wieder zurück. Auf dem Heimweg machten wir einen Abstecher nach Planica, was uns bekannt vom Skifliegen ist. Dort steht nicht nur die höchste Schanze, sondern dort findet auch das jährliche Finale statt. Die Schanzen auf dieser Hochebene sind beeindruckend und wir kamen sogar in den Genuss, der Jugend beim Sommerspringen zuzusehen. Kaum zu glauben, dass der Schanzenrekord bei 253 Meter liegt.

Um diese beeindruckenden Impressionen sacken zu lassen, haben wir noch einen Cafe-Stop in Kranjska Gora eingelegt, bevor es wieder zurück ins Hotel ging.

Ergebnis: 94 km / 750 Höhenmeter / gut ausgebautes Radnetz