Bericht zur Genusswanderung Oktober mit dem Besuch des Gerbermuseums Calw

Für den Oktober hat uns unser Wanderfreund Fred einen Termin im Gerbermuseum in Calw vereinbart. Hier wurden wir herzlich von Frau Irmhild Mannsfeld begrüßt. Sie hat extra für uns einige Leckereien gebacken und Kaffee und Tee vorbereitet. Frau Mannsfeld war die treibende Kraft, dass das Gebäude der letzten Gerberei in Calw vor dem Abriss verschont blieb und nach einer dreijährigen Bauzeit und Ausarbeitung des Museumskonzept mit der Einrichtung zahlreicher Exponate im Jahr 2000 eröffnet werden konnte. Davon hat sie uns sehr anschaulich berichtet.

Danach wurden die Führungen in zwei Gruppen durchgeführt. Eine Führung wurde von Fred Ludewig geleitet, die zweite von Erwin Harr. Wir wurden von den Beiden in die Welt der Gerberei eingeführt. Das Gerberhandwerk ist einer der ältesten Handwerksberufe der Menschheit. In Calw gehörte die Gerberei seit dem 15. Jahrhundert neben der Tuchmacherei zu den wichtigsten Gewerbezweigen der Stadt.

Die Ausstellung ist über vier Stockwerke verteilt. In einzelnen Schritten wurde uns erklärt, wie die Arbeitsschritte von Vorbereitung, Gerbung und Zurichten vorgenommen wurde. Dies waren die Weiche, Äscherung (Kalken), Enthaarung, Entfleischung, Entkälkung und Beizen, Gerbung, Nasszurichtung usw.

An einigen noch voll funktionsfähigen Maschinen wurden diese Schritte vorgeführt.

Es waren sehr interessante Führungen, die Fred noch mit vielen Anekdoten aus seinem Berufsleben ausgeschmückt hat. Vielen Dank an die Beiden, es war sehr beindruckend.

Im Anschluss gab es noch eine kleine Wanderung. Roland Kling hat für uns eine Wanderung zusammengestellt. Über die Nikolausbrücke, am Hermann Hesse Denkmal vorbei auf die andere Seite der Nagold. Über kleine Wege und Stufen führte der Weg am Landratsamt vorbei und weiter aufwärts bis wir zum neuen Gesundheitscampus in Calw kamen. So konnten wir das umstrittene Bauwerk mal aus nächster Nähe anschauen.

Der Rückweg nach Calw erfolgte über das Klettergebiet des Öländerle. Hier hat uns Eckhard Kern auch noch einiges interessantes zur Geschichte erzählt. Über eine kleine Fußgänger-Brücke ging es wieder über die Nagold um anschließend über den Teuchelweg zurück zur Altstadt zu wandern.

Die Schlusseinkehr fand im Brauhaus statt. Alle waren sich einig, dass es ein sehr interessanter Rundumpaket war. Vielen Dank an die Mitwirkenden.

Wanderstrecke: 7 Kilometer

Teilnehmer: 15 Teilnehmer