3. Etappe Maximiliansweg Wanderung Durchquerung der Ammergauer Alpen

Auch dieses Jahr wurden wieder einige Etappen der historischen Fernwanderroute von König Maximilian II aus dem Jahr 1858 gewandert.

Am ersten Tag wurde beim Parkplatz der Tegel Bergbahn die Wanderschuhe geschnürt. Dann ging es auf dem Schutzengelweg hinauf zum Tegelberg mit seinen 1881m Höhe. Auf unserer Route kamen wir immer wieder an aussichtsreichen Lichtungen vorbei. Uns öffnete sich die Sicht zurück ins Tal, die Ebene rund um Schwangau, eingerahmt von Wiesen und Seen. Auf der am Weg liegenden Rohrkopfhütte wurde die erste Pause eingelegt. Auf der Terrasse liesen wir uns die bayerischen Schmankerln schmecken, während sich unter uns die Königsschlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau, sowie der Forggen- und Hopfensee in seiner vollen Pracht zeigten. Bei der Bergstation konnten wir den Blick bis zu den Tannheimer Bergen und darüber hinaus schweifen lassen.

Der Abstieg wurde auf dem Ahornreitweg, dies ist ein alpiner Pfad, zum Schloss Neuschwanstein vorgenommen. Uns boten sich immer wieder großartige Ausblicke in die Allgäuer Alpen. So näherten wir uns immer mehr dem Schloss Neuschwanstein, das zuerst tief unter uns lag und wir gefühlt aus der Vogelperspektive uns diesem näherten.

Über die Marienbrücke und die Pöllat Schlucht ging es weiter ins Tal und zurück zum Parkplatz der Tegel Bergbahn.

Strecke: 16 Kilometer, Auf-und Abstieg: 960 Meter

Für die erste Übernachtung bezogen wir unser Quartier im Pilgerhaus in Wildsteig. Im nahegelegenen See konnten wir noch eine Runde schwimmen, bevor wir uns am Abend in einem großartigen Landgasthaus das Abendessen schmecken und den schönen Tag Revue passieren liesen.

Nachts hatte es geregnet und die ganzen Ammergauer Berge waren in den Wolken versteckt. Somit starteten wir den zweiten Tag auch königlich. Zuerst wurde das Schloss Linderhof mit seiner berühmten Grotte und dem Park besichtigt, welches König Ludwig der II nach seinen Plänen im Stiel der mittelalterlichen Ritterkultur und der musikalischen Sagenwelt Richard Wagners erstellen ließ. Nach dem Besichtigungsprogramm starteten wir mit dem Aufstieg zu den Brunnenkopfhäusern, unserem nächsten Übernachtungsquartier. Die Brunnenkopfhäuser, ließ König Maximilian II Mitte des 19. Jahrhunderts, als Jagdhütten errichten und wie werden heute in der bayerischen Denkmalliste gelistet. Nach dem Bezug der Lager und dem Stillen des Dursts wurde noch der Brunnenkopf mit seinen 1.718 Meter bestiegen. Die letzten Meter erforderten etwas Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Die Teilnehmer meisterten dies bravourös.

An diesem höchsten Punkt wurden wir mit einem schönen Rundblick auf die Ammergauer Bergwelt belohnt.

Strecke: 10 Kilometer, Aufstieg 775 Meter

Das Ziel unseres dritten Wandertages ist das Pürschling- , bzw. August-Schuster-Haus. Auch dies sind ehemalige Jagdhütten von König Max, Vater von Ludwig II. (1845-1886, dem Märchenkönig. Ein Teilstück wanderten wir auf dem Höhenweg über dem Graswangtal, entlang den felsigen Türmen, Zacken und Gipfeln des Klammspitzkamms. Nach Besteigung des Gipfels Hennenkopf mit seinen 1.768 Meter, wurde die Wanderung durch die urwüchsige Waldlandschaft, vorbei an bizarr geformten Felsen und Wurzelstöcken fortgeführt.

Nach Bezug der Zimmerlager vom frisch renovierten August-Schuster-Haus, schnürten wir nochmals die Wanderstiefel um den Teufelstättkopf mit seinen 1.758 Meter zu besteigen.

Strecke: 10 Kilometer Aufstieg: 600 Meter, Abstieg 400

Nach einer geruhsamen Nacht und einem guten Frühstück machten wir uns an den Abstieg. Auf dem Pürschlingweg ging es in ein idyllisches Tal hinab. Es wurde ein kurzer Stopp an der malerischen Kapelle am Josephsflecken eingelegt, bevor wir in die Schleifmühlenklamm erreichten. In der 500 m langen Klamm gibt es mehrere Gumpen und sehenswerte Wasserfälle, die über einen gesicherten Wanderweg zu erreichen sind. In der Klamm kann man die Reste von stillgelegten Schleifmühlen sehen. Hier wurde einst das alte Handwerk der Wetzsteinmacherei betrieben, die dem Ort viel Reichtum gebracht hat. Die Wetzsteine wurden europaweit vertrieben, bis Mitte des 20. Jahrhunderts der Absatz einbrach und das Gewerbe verschwand.

Unten im Tal erreichten wir Unterammergau. Hier ging es dann mit dem Bus zurück zu unseren Autos und die Heimreise wurde angetreten.

Wanderleitung: Ursula Trunte