DAV-Hochtour aufs Nadelhorn (4.327m)
Der DAV Nagold entflieht Anfang August den hitzigen Temperaturen und macht sich auf den Weg in die Walliser Alpen – genauer nach Saas-Fee als Ausgangspunkt. Mit den beiden Trainern Sven Rahlfs und Matthias Seeger steht eine Hochtour mit 6 Teilnehmern auf das Nadelhorn (4.327m) an – die Basis bildet die Mischabel-Hütte (3.340m) der Sektion Zürich.
Geparkt wurde im großen Parkhaus des autofreien Bergdorfes Saas-Fee – dann ging es zur Bergbahn, da der Zustieg zu Beginn der Tour gesperrt war. Der Aufstieg war abwechslungsreich mit Wanderwegen, alpinen Steigen und Steinböcken, die unbeeindruckt den ambitionierten Bergsteigern auf dem Weg nach oben zuschauten. Leider hüllte sich sowohl der anvisierte Gipfel, als auch die Hütte am Aufstiegstag noch in Nebel – die Aussicht auf den Tourentag war allerdings gut. Nach reichlichem Bergsteigeressen verabschiedeten sich die Alpinisten in die Schlaflager zur Hüttenruhe – hier schon um 21 Uhr. Das war früh, aber am nächsten Morgen klingelte auch schon um 3:45 Uhr der Wecker – nach Frühstück und Schuhe anziehen trafen sich die motivierten Bergsteiger auf der Terrasse mit Stirnlampe und Hochtourenausrüstung.
Los ging’s über einen Steig und dann auf den Gletscher, bei dessen Überquerung der Sonnenaufgang die zwei Seilschaften begeisterte. Die erste Herausforderung stellte die apere Eisflanke zum Windjoch dar, die die Trainer mit Eisschrauben am gleitenden Seil absicherten. Nach dem übersteigen einer Schneewechte war die Gruppe auf dem Grat Richtung Nadelhorn angekommen – dieser wartete mit schönen Firnflanken und herrlicher Gratkletterei auf. Die Höhe von über 4.000 m machte jeden Zug und jede Bewegung deutlich anstrengender als im Tal, mit Konzentration und Fokus auf die nächsten Schritte und Kletterbewegungen ging es Meter für Meter in Richtung Gipfel – den die Bergsteiger mit viel Glück einige Minuten für sich hatten. Die Teilnehmer und Trainer wurden mit Gipfelglück und einer herrlichen Aussicht zu den Umliegenden Bergen und 4.000ern belohnt. Besonders beeindruckt waren auch einige Teilnehmer von der Sicht auf den Aufstieg zum Dom (4.546m), den sie im vorletzten Jahr gemacht haben.
Glücklich und zufrieden begaben sich alle wieder auf den Abstieg – für manche mit einem kleinen Zwischenstopp auf dem Ulrichshorn (3.925m), das vom Windjoch in kurzer Zeit zu erreichen war. Nach über 1.100 hm auf- und abwärts freuten sich alle ihr Schuhe auszuziehen und sich gemütlich zu einem Kaffee und Kuchen in die Hütte zu setzen.
Leider war die letzte Nacht auf der Hütte für ein paar nicht sehr erholsam – daher zog sich auch der Abstieg etwas. Jedoch sind alle wieder wohlbehalten im Tal angekommen und die Gruppe hatte eine angenehme Heimfahrt im Vereinsbus. Trotz der vereinzelten Komplikationen war es in Summe eine Gelungene 4.000er Besteigung, die die DAV Sektion Nagold mit qualifizierter Führung hier wieder angeboten hat.
















