Haute Route 2026, die (wieder) ausgefallene Hochtour
Mitte August starteten wieder 10 Personen zur Hochtour. Der zweite Versuch der 3. Haute Route Etappe.
Leider hat das Wetter auch dieses Jahr nicht mitgespielt, sodass am Anreisetag entschieden wurde, gar nicht erst aufzusteigen, sondern einen dem Wetter angepassten Plan B auf die Beine zu stellen.
Dies hat der Gruppe von Stefan Katz und Patrick Guhse überhaupt keinen Abbruch getan, sondern ermöglichte ihnen ein abwechslungsreiches Programm.
Die Gemeinschaft profitierte von dem Wissen und der Vorbereitung ihrer zwei Hochtourenführen. Sodass man am ersten Tag gemeinsam ein Wetterfenster nutzte und in den Klettersteig "Via Ferrata du Belvédère" einstieg.
Die eingespielte Gruppe ließ sich auch am zweiten Tag nicht unterkriegen und brach deshalb zur Besichtigung der größten Gewichtsstaumauer "Grande Dixence" auf.
Der Höhepunkt, der gebuchten Führung, war die Besichtigung der 285 Meter hohen Staumauer von innen. Durch verschiedene Tunnel und interessante Details wurde alles genau erklärt. Die Seilbahnfahrt, ohne Weitsicht, hat der Stimmung keinen Abbruch getan, sodass der Tag mit tollen Gesprächen, Gelächter und dem ein oder anderen Mythos, beendet wurde.
Um den letzten ganzen Tag mit Kaiserwetter nochmals richtig zu genießen, fuhr man morgens um 8.00h zum "Hospice du Grand-Saint-Bernard" und startete eine wunderschöne Tour über den Grande Chenalette (2890m) sowie den Pointe de Drone (2949m) mit rundum Weitblick und Sicht auf Mont Blanc und Gran Paradiso.
Abschließend kann man nur sagen, dass die Gruppe viel mehr eine Gemeinschaft ist, die gemeinsam aus einer ausgefallen Tour das Beste herausgeholt hat. Tolle Gespräche und die ein oder andere Halbwahrheit haben die fünf Tage trotzdem unvergesslich gemacht. Man könnte es auch als kulturelle Reise, mit französischer Weiterbildung in jeglicher Richtung bezeichnen. Der Ovalverkehr hat immer wieder zu einem Lacher geführt und es wurde festgestellt, dass französisch nicht gleich französisch ist. Kulturell, sprachlich, sowie kulinarisch konnte mit Sicherheit jeder etwas mitnehmen.






