Senioren-Mountainbiker in den Dolomiten
Vier Senioren-Mountainbiker des DAV Calw und Nagold verbrachten vom 14. bis 19. Juli 2026 erlebnisreiche Tourentage in den Dolomiten. Ausgangspunkt war Bruneck in Südtirol. Bei idealem Bergwetter und ohne einen einzigen Regentag führte Tourenleiter Roland Kling die Gruppe auf teilweise bekannten Strecken, die er bereits vor über 30 Jahren – damals noch ohne E-Unterstützung und mit Starrgabel – befahren hatte.
Einfahrt rund um Bruneck
Die erste Tour führte auf einer rund 30 Kilometer langen Runde mit 650 Höhenmetern durch das Pustertal und Tauferertal rund um Bruneck und diente als gelungene Einfahrt.
Rund um das Cristallo-Massiv und zu den Drei Zinnen
Die zweite Tour begann im Höhlensteintal und führte rund um das Cristallo-Massiv hinauf zu den Drei Zinnen. Das Höhlensteintal war während des Ersten Weltkriegs ein bedeutendes österreichisch-ungarisches Aufmarsch- und Verteidigungsgebiet. Zahlreiche Soldatenfriedhöfe, Denkmäler und Reste ehemaliger Militäranlagen erinnern noch heute an diese Zeit. Viele der damaligen Militärwege werden inzwischen als Rad- und Mountainbikewege genutzt.
Ab dem Misurinasee nahm der Besucherandrang deutlich zu. Zahlreiche Busse und Autos brachten die Touristen über die Mautstraße bis zur Auronzohütte auf 2.320 Metern Höhe. Von dort führt ein historischer Militärweg zum Paternsattel mit dem berühmten Blick auf die imposanten Nordwände der Drei Zinnen. Da in diesem Bereich Radfahren verboten ist, wurden die Mountainbikes geschoben. Der großartige Ausblick entschädigte jedoch für diese Mühe.
Der Rückweg führte zunächst auf derselben Strecke zurück. Vor Cortina d'Ampezzo ging es unterhalb der Südwand des Monte Cristallo über eine Skipiste hinauf zum Passo Forcella. Die letzten 150 Höhenmeter mussten aufgrund der Steilheit mühevoll geschoben werden, bevor die lange Abfahrt zurück ins Höhlensteintal begann.
Plätzwiesen, Strudelkopf und Pragser Wildsee
Am dritten Tag standen die Plätzwiesen, der Strudelkopf und der Pragser Wildsee auf dem Programm. Von Toblach führte der Schotterradweg der ehemaligen Bahntrasse erneut durch das Höhlensteintal. Über einen ehemaligen Militärweg ging es in zahlreichen Serpentinen hinauf auf die Plätzwiesen und anschließend weitere 300 Höhenmeter zum Gipfel des Strudelkopfs (2.307 m).
Dort bot sich ein überwältigendes Panorama auf die Dolomiten mit den markanten Nordwänden der Drei Zinnen. Nach einer ausgiebigen Einkehr auf der Plätzwiesenhütte führte die Abfahrt über teils anspruchsvolle Singletrails zum Pragser Wildsee, einem der bekanntesten Ausflugsziele Südtirols. Nach 62 Kilometern und rund 1.600 Höhenmetern erreichte die Gruppe wieder den Ausgangspunkt.
Zum Staller Sattel
Die vierte Tour führte von Bruneck durch das Antholzertal zum Antholzer See und weiter zur bekannten Biathlon-Arena. Anschließend ging es hinauf zum Staller Sattel (2.052 m) an der Grenze zwischen Südtirol und Osttirol. Nach der Rückfahrt standen 85 Kilometer und rund 1.700 Höhenmeter auf dem Tagesprogramm.
Märchenhafte Peitlerwiesen
Die Abschlusstour begann in St. Martin in Thurn im Gadertal. Zunächst verlief die Strecke durch das Campilltal bis nach Campill, bevor der lange und steile Anstieg zu den idyllischen Peitlerwiesen unterhalb des Peitlerkofels (2.875 m) begann.
Zwischen den zahlreichen kleinen Heuhütten waren gerade die traditionellen Heumäharbeiten im Gange, die dort erst ab Mitte Juli erlaubt sind. Das letzte Wegstück über das Kreuzkofeljoch (2.340 m) bis zur Schlüterhütte wurde zu Fuß zurückgelegt. Die Einkehr auf der Sonnenterrasse der Hütte bot einen beeindruckenden Blick auf die Geislerspitzen. Nach der Rückfahrt standen 40 Kilometer und rund 1.400 Höhenmeter auf dem Tourenzähler.
Mit vielen unvergesslichen Eindrücken kehrten die Teilnehmer nach fünf abwechslungsreichen Tourentagen zurück. Die beeindruckenden Dolomiten mit ihrer einzigartigen Natur- und Kulturlandschaft sowie das hervorragende Bergwetter machten die Unternehmung erneut zu einem besonderen Erlebnis.
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