Tages-Rundtour von Mittenwald auf die Obere Karwendelspitze, 2385m
Am Freitag, 24.07.2026, fand unter der Leitung von Jan Dolbaum eine anspruchsvolle Spontan-Wanderung im Karwendel statt. Mit nur 3 Tagen Vorlauf starteten wir zu um 07:15 ab dem Wanderparkplatz Brunnstein bei Mittenwald zur ersten Etappe. Die Sonne hatte das Tal noch nicht erreicht und die Temperatur lag bei frischen 8°C. Bei 600 Höhenmetern, einer Weglänge von rund 3,7km und einer Passage über eine Hängebrücke kamen wir sehr schnell auf Betriebstemperatur und trafen 1,5 Stunden später auf der urigen Brunnsteinhütte ein. Dort durften wir uns über frischen Kaffee und das in weiser Voraussicht mitgebrachte Frühstück freuen (Vesper bietet die Hütte ab 11:00). Eine gute Grundlage war in jedem Fall nötig, denn als nächstes wartete der Heinrich-Noê-Steig auf uns, der uns bis auf 2200m Höhe bringen würde. Er ist herrlich angelegt und führt zunächst durch Wald, dann über Geröllrinnen und teils seilversicherte Passagen bis an den Felsfuß der mittlere Linderspitze. Auf dem Grat über uns verläuft der Mittenwalder Klettersteig weshalb für uns jetzt Helmpflicht galt. Hier im Felsbereich sind die Wegmarkierungen nicht gut gewartet, sodass wir einmal im steilen Felsgelände queren mussten um wieder zum seilversicherten Aufstieg zu gelangen. Mit der entsprechenden Erfahrung, Ruhe und Konzentration haben wir auch dieses kleine Abenteuer gut gemeistert. Auf dem Grat angelangt, war es vorbei mit der Ruhe. Hier trafen wir auf ziemlich viele Wanderer/Kletterer, die uns von der Bergstation der Karwendelbahn entgegenkamen. Wir wählten daher den östlichen Weg vorbei an der nördlichen Linderspitze. Der Aufstieg zur oberen Karwendelspitze auf 2385m war dann ein Spaziergang – ebenso, wie die Passage durch den sehr gut begehbaren Tunnel ins Dammkar. Hier ändert sich das Landschaftsbild abrupt. Fels und weite Schuttfelder vom Felsfuß bis zur Baumgrenze dominieren das Bild. Wir genießen das Panorama beim Picknick auf einer Bank in 2200m Höhe. Vor uns liegt der Abstieg ins hintere Dammkar: Geröll und Schutt in der Mittagssonne. Zum Glück müssen wir hier „nur“ runter und nicht rauf. Um 13:00 laufen der Schweiß und wir los. Bei 1800m Höhe zweigt unser Weg zum Predigtstuhl (1920m) ab, den wir gegen 14:30 erreichen. Von hier bis zur Hochlandhütte sind es nochmal 300 Höhenmeter durch Geröll, Schutt und teils anspruchsvoll zu gehende, seilversicherte Bereiche. Das Geröll ist hier noch loser, sodass wir einige Passagen abfahrend überwinden können. Trotzdem dauert der Abschnitt länger als gedacht. Um 15:35 sind wir bei der Hochlandhütte und haben uns eine ordentliche Pause bei Knödel, Kuchen, etc. verdient. Schön ist es hier und wir haben einen prima Blick auf die zuletzt zurückgelegte Strecke!
Beendet ist unsere Tour aber erst 6,5 km und über 700 Höhenmeter später nach einem weiten Bogen über die Rehbergalm. Der Weg bis zur Alm führt uns auf annähernd gleicher Höhe (1600m) und gibt den Blick auf die Karwendelkulisse frei. Gigantisch!
Am Ende haben wir fast 1800 Höhenmeter und 21 km in 12 Stunden durch eine abwechslungsreiche wie anspruchsvolle Bergwelt zurückgelegt.
Ein fantastisches Erlebnis!
Jan Dolbaum















